Sa. 03.08.12 Shinedoe @ Romy S., Stuttgart

Samstag, 03. August 2013
Shinedoe (Intacto / Amsterdam)
Waffel & Pfannkuchen (Benztown Artists / Stuttgart)
Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr

 Dumpfe Beats, langweilige Melodien, vorhersehbare Arrangements: Nichts ist unnötiger als uninspiriertes Elektro-Gedöns. Sowas kommt bei uns ohnehin nicht in die Tüte. Wir haben da wie immer genau das Gegenteil davon zu bieten – wie in dieser Nacht den satten, euphorischen House-Sound von Shinedoe.

 Aus Erfahrung lernt man ja bekanntlich. In diesem Falle ist die Sachlage so: Als Shinedoe im vorigen August im Romy S. auflegte, wackelten so dermaßen die Wände und floss der Schweiß literweise aus den Clubber-Poren, dass wir die Produzentin und Plattenlegerin aus Amsterdam einfach wieder buchen mussten. Ihr Sound ist warm und groovig, in ihren emotionalen Sets verschmelzen funky House, bassiger US Garage und seelenvoller Detroit-Techno zu einem einmaligen und energetischen Mix, der selbst die letzte trübe Tasse im Club in einen Marathon-Tänzer verwandelt.

Dass Shinedoe ohnehin nicht lange fackelt, wenn es um Musik zum gepflegten Abflippen geht, beweist ein Blick auf ihre Karriere: Anfang der Neunziger begann sie,  mit Musik zu experimentieren, und entwickelte schnell ihren ganz persönlichen, unverwechselbaren Style. Das Resultat: Schon mit zarten 19 zählte sie in Holland zu den gefragtesten Plattenlegern. 2004 erschien mit der „Dillema EP“ ihre erste Single – die prompt zum Sommerhit schlechthin bei den „Cocoon“-Partys auf Ibiza avancierte. Kurzum: Väth, Hawtin und Villalobos spielten die Platte hoch und runter, die Meute rastete jedes Mal komplett aus. Im selben Jahr – bloß keine Zeit verlieren – gründete sie mit Freunden das Label „Intacto“. Shinedoe legte mit weiteren erfolgreichen Platten ordentlich nach, haute 2006 ihr erstes Album „Sound Travelling“ heraus und legte 2009 mit der LP „No Boundaries“ nach. Dieser Albumtitel steht für Shinedoe: Limits gibt’s keine, gespielt wird, was rummst, knackig ist und Elektronik-Fans ein seliges Lächeln aufs Gesicht und riesige Schweißflecken auf die T-Shirts zaubert. Ihr neuester Streich ist der Track „Amsterdam meets Berlin“, ein hypnotischer und leicht verschrobener Techno-House-Hybrid mit Acid-Anleihen. „No Boundaries“ eben, keine Grenzen. Und was hat uns die Erfahrung nochmals gelehrt? Ach ja: Shinedoe bringt die Meute zum Hüpfen. Ohne Scheuklappen und Presslufthammer, dafür mit einer Extraportion Emotion und Funkyness. Whoop, whoop!

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