Samstag, 29.01.11 Anthony Rother @ Romy S.

Samstag, 29. Januar 2011
Anthony Rother (Datapunk / Offenbach)
Raphael Dincsoy (We are Techno / Stuttgart)
Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr

Premiere! Er ist der deutsche Electro-Pionier schlechthin, seine Equipment Armee unschlagbar wie auch seine Live-Auftritt inklusive Vocoder-Gesang und seine streng nach hinten gegelten Haare seit weit über 10 Jahren sein Markenzeichen schlechthin, aber in der Romy hatte Anthony Rother bislang noch nie die Haare schön – Skandal!

Die Floskel „deutscher Elektro-Pionier“ muss in seinem Fall auch wirklich auf bare Münze genommen werden: Denn Rother war einer der ersten in diesem Land, der diesen urtypischen Detroiter Sound, breakig, kühl, entwickelt in den frühen 80ern und mit Kraftwerk als Roots, in Deutschland produzierte.

So ist Rother nicht nur von den alten Detroiter Helden beeinflusst worden, sondern eben auch von besagter Kult-Band aus Düsseldorf. Im Internet hielten sich lange Jahre die Gerüchte, dass Rother ein Sohn eines Kraftwerk-Mitglieds sei. Das ist allerdings Humbug. Kein Humbug ist wiederum, dass sich Rother  früh auf die Suche, ganz im kraftwerkschen Sinn, nach dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine machte.

So hieß seine berühmte Debütplatte nicht nur „Sex With The Machines“, sondern baut auch immer wieder wissenschaftliche Textzeilen, z.B. aus der Biomechanik, vocoderisiert in seine Tunes ein. Seine Helden Kraftwerk würdigt er, in dem er dem Klassiker „Trans Europe Express“ auf einem seiner vielen Labels rausbringt.

Schon früh konnte sich Rother ebenso als Co-Produzent und Remixer etablieren. Erfolgreiche Beispiele sind seine Zusammenarbeit mit der Frankfurter DJ-Ikone Sven Väth (u.a. Alben “Contact“, “Fire“) oder dem Ex-Kraftwerk-Mitglied Karl Bartos. Eine langjährige Produktionspartnerschaft verbindet ihn zudem mit dem Münchner Star-DJ Hell und Ergebnissen wie der LP „Teufelswerk“. Remix-Arbeiten für wichtige Künstler wie Nena, Tiefschwarz, Ellen Alien, Thomas Schumacher oder AUX-88 unterstreichen Anthony Rothers heutigen Ausnahmestatus deutlich.

Seit der Jahrtausendwende feiert Rother nicht nur mit seinen Veröffentlichungen, die meisten auf seinem bekannte Label Datapunk, wie „Popkiller“ und Single-Hits „Father“ große Erfolge, sondern auch mit seinen internationale Live-Gigs, die dank großem Aufwand das Prädikat „live“ wirklich verdienen.

Seit kurzem ist er auch als DJ aktiv, aber nutzt auch hier die modernste Technik um 30 Jahre Techno-Geschichte zu verarbeiten. Im Romy präsentiert Rother an diesem Abend unter anderem den zweiten Teil seines erfolgreichen „Popkiller“ Albums aus dem Jahre 2004, das heutzutage als Blueprint-Werk in Sachen Fusion von Synthiepop und Neoelectro gilt.

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