Sa. 14.07.12 Nick Curly @ Romy S., Stuttgart

Samstag, 14. Juli 2012
Nick Curly (8bit Rec, Cécille / Mannheim)
Erasmus & Krieger (Bamboo Music / Discotronic / Stuttgart)
Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr

Mit seinem Label „Cécille“ zeigt Nick Curly seit fünf Jahren der weltweiten Szene, wie der Techno-Hase läuft. Wer seine pfundigen Sets und weltmännischen Produktionen hört, der verortet ihn in Detroit, London… oder wenigstens Berlin. Aber nix da: Nick Curly stammt aus dem beschaulichen Mannheim – was ihn umso sympathischer macht.

Mit zarten 15 Jahren startete er seine DJ-Karriere im Mannheimer Vibration Club. Techno statt Pubertätsgedöns, das hat Stil! Diese Musikleidenschaft zahlte sich schnell aus, denn später wurde er zum Resident bei den „Envy My Music“-Partys im Frankfurter Traditionsclub Cocoon. 2005 erschien auf dem Label „8bit“ die erste EP namens „Dauerwellen“. Es folgten weitere Platten, die u.a. auf „Murmur“ und „Session Deluxe“ veröffentlicht wurden. Doch irgendwie war das dem umtriebigen Nick Curly zu wenig. Und so schnappte er sich seinen Weggefährten Marc Scholl, und gründete „Cécille“. Mit diesem Label, das vor allem mit Tracks von Sis, Butch und Markus Fix in Nullkommafastnix weltbekannt wurde, gab er der etwas vor sich her dümpelnden Minimal-Szene neuen Schwung – und zwar mit Tracks, die mit viel Liebe zum Detail produziert, aufs Nötigste reduziert und dennoch funky-schwungvoll sind. Plötzlich klang Minimal nicht mehr unterkühlt und knochentrocken-klickerig, sondern wieder nach Spaß und Schweiß. Hands Up 2.0! Diese Um-Interpretation von minimalem Techhouse fand schnell enorm viele Anhänger, und so avancierte „Cécille“ zum beliebtesten Label des ausgehenden Nuller-Jahrzehnts. Selbst US-House-Legende DJ Sneak war so angetan vom frischen, funky Sound aus good ol‘ Germany, dass er einige Stücke auf „Cécille“ veröffentlichte.

Auch Sven Väth zählte schnell zu Nick Curlys Fans. Darum war es nur konsequent von Väth, eine Platte von Curly auf seinem Label „Cocoon“ zu veröffentlichen. Und siehe da: Die „Sun City“-EP wurde zur bestverkauften „Cocoon“-Platte 2011. Muss man auch erst mal hinkriegen! Spätestens seit dieser Platte bereist Nick Curly als DJ den gesamten Erdball. Mannheimer Marschmusik ist eben weltweit gefragt!

Erst vor wenigen Wochen erschien auf Nick Curlys Label seine erste eigene LP „Between The Lines“ mit 13 hypnotischen, aber funky und treibenden Tracks. Scheuklappen hat der Gute nicht auf, und das hört man seinem Sound an. So sind auf der Platte analoge Sounds, Instrumente, Gesang und rasselnde Percussions genauso vertreten wie die gute, alte 4-to-the-Floor-Bassdrum und rumpelnde House-Basslines. Das Album ist zwar etwas ruhiger und nicht durchgehend auf Peak Time gebürstet, transportiert dafür aber umso mehr Gefühl. Nick Curly zeigt einfach, wie zeitgemäße Partymusik zu klingen hat. Bei seinem Set im Romy S. wird Nick Curly vor allem ein Gefühl rüberbringen: Euphorie – und davon nicht zu knapp!

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