Samstag, 10.03.12 Frank Lorber @ Romy S., Stuttgart

Samstag, 10. März 2012 
Frank Lorber (Cocoon / Frankfurt am Main) 
Neeko & Cappella (Romy S. / Stuttgart)
Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr

Legenden-Superalarm im Romy S: Techno-Legende Frank Lorber, der im legendären Frankfurter „Omen“ zum gestandenen DJ reifte, spielt eines seiner legendären Sets im legendären Romy S. Wird also – genau: ´ne legendäre Nacht.

1991, als Techno noch nach feuchten Kellerräumen roch, gab er mit zarten 16 Jahren sein DJ-Debüt im Giessener „Gonzo’s“. Muss man sich nicht merken. Bemerkenswerter ist da schon, dass er nur ein Jahr später eine Residenz im damals schon legendären Frankfurter Club „Omen“ bekam. Und die wurde ihm garantiert nicht hinterher geworfen: Sein feines Gespür für die richtige Platte im richtigen Moment bescherte ihm diese Beförderung. Zusammen mit DJ Dag bestritt er dort die Samstage, und die wurden – hex hex – legendär. Der Lorber-Faktor, eben. Kein Wunder also, dass das mit dem Bekanntwerden bei Frank ziemlich schnell ging. Kaum 18, winkten schon die ersten Gigs auf internationalem Terrain. 

Und weil’s mit den Gigs schon so gut lief, begann er 1994 mit den ersten, eigenen Produktionen: Zusammen mit Pascal F.E.O.S. erschienen Anfang ´95 die ersten zwei Platten auf „Explizit Records“. Ein Jahr später tat er sich mit dem Vinyl-Dealer seines Vertrauens, Jörg Henze vom (legendären!) Plattenladen „Delirium“, zusammen. Unter dem Namen Electronic Home Entertainment gab’s dann erstmal gepflegt auf die Mütze: Mit ihren schrubbeligen Hardtechno-Tracks mischten die Beiden Ende der Neunziger die Technoszene ordentlich auf und sorgten für erhöhte Energie auf den Tanzflächen und Raves. Umz Umz, und zwar richtig gut. Musik für Menschen mit Pfeffer im Arsch. 1997 war es dann Zeit für sein eigenes Label „Attention“, 2003 folgte das zweite Imprint „Nummer-Schallplatten“. Nach zahllosen Veröffentlichungen – darunter das Album „Jailhouse Rocker“ auf „Cocccon“ und als „Projekt 99“ mit Johannes Heil – erschien zuletzt 2011 in Kooperation mit Santé die EP „Rootdown“. Diese EP zeigt Lorbers Talent für schnörkellosen, zeitlosen, hypnotischen und treibenden Techno: Drei achtminütige Tracks, die nicht mehr sein wollen als der perfekte Soundtrack zu einer ekstatischen Techno-Nacht. Kein Rave, kein Schranz, kein unterkühltes Pseudo-Hauptstadt-Getue, sondern warme, liebevolle und drückende Grooves.

Ob Lorber nach all diesen Jahren und dem Erfolg nicht schon alles erreicht hat? Quark. Man soll ja immer Träume haben – und die hat er: Zusammen mit Sven Väth plant er ein Studio unter dem „Cocoon“-Club. Techno aus dem Underground für den Underground: Klingt nicht nur nach ´ner verdammt guten Idee, sondern nach verdammt gutem Tanzmusik-Material.

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