Samstag, 13.08.11 Jens Zimmermann @ Romy S.

Samstag, 13. August 2011
Jens Zimmermann (Snork Enterprises / Frankfurt am Main)
Raphael Dincsoy (We Are Techno / Fassade / Stuttgart)
Romy S., Stuttgart, Beginn: 23:00 Uhr

Legenden-Alarm im Romy S.: Nach dem Gastspiel von DJ T. steht mit Jens Zimmermann eine der Galionsfiguren der deutschen Techno-Szene an den Reglern.

Es ist ein Leben für Techno, das Jens Zimmermann führt: In den 1980ern, genauer gesagt im zarten Alter von zwölf Jahren, entdeckte er seine Leidenschaft fürs Deejaying, und kurz später – einem Besuch im legendären „Dorian Gray“ in Frankfurt sei Dank – entbrannte seine Leidenschaft für elektronische Tanzmusik. Da war es um ihn geschehen. Nix mit Schreinerlehre, bravem Lehramtsstudium oder sonstigen bürgerlichen Lebensentwürfen – Techno war fortan die Antwort auf alle Lebensfragen und das Schlüsselwort in allen Lagen. Und entsprechend ehrgeizig und ergiebig gestaltet sich seitdem die Karriere von Jens Zimmermann:

Bereits 1989 wurden Co-Produktionen und Remixes von ihm veröffentlicht, und 1990 landete er als Teil der Combo Tyrell Corp. mit dem Stück „Running“ einen großen Hit in der noch jungen, europäischen Techno-Szene. In den Neunzigern liebäugelte und experimentierte er mit verschiedenen Genres, bis er schließlich in den Nullern wieder beim good old Techno landete. Die musikalische Entwicklung und sein Background prägen seine Interpretation von zeitgenössischer Technokunst: Über die minimal arrangierten Beat-Pattern legt er mit Vorliebe dunkle Bässe à la Drum’n’Bass oder kratzige, analoge Synthies, wie sie Anfang der Neunziger aus jeder Clubbox dröhnten. Nach Veröffentlichungen auf Labels wie „Room“, „Kompakt“ und „International Freakshow“ ist Jens mittlerweile beim renommierten Techno-Imprint „Snork Enterprises“ angelangt, wo er fleißig einen Track nach dem anderen raushaut. Ohnehin ist er im Studio so dermaßen flink, dass seine Sets mit Eigenproduktionen nur so gespickt sind. Eines ist klar: Beatport-Hitparaden-Sets spielt der Gute nicht. Dem „Groove“-Magazin erzählte er einst in einem Interview, dass seine Musik am besten nachts gehört werden sollte, da er ausschließlich zu nachtschlafender Zeit produzieren würde. Gut, wird gemacht: Die Romy S.-Crowd wartet nur darauf, der nächtlichen Zimmermann’schen Elektro-Magie zu erliegen.

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